Es ist etwas in uns, das streiten will.
Für das Evangelium einzutreten,
zu streiten, zu kämpfen,
es scheint uns rechtens zu sein.
Stimmt das wirklich?
Streit ist keine "Frucht des [Heiligen] Geistes" (Gal 5,22).
Diese sind:
"Liebe, Freude, Friede, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut und Enthaltsamkeit." (V. 22&23)
Der Wunsch, dass Allen zuteil werde,
was wir selbst als Heil erfahren,
ist mitunter so brennend, dass wir ganz verbissen werden,
um es zu erwirken.
Verbissenheit aber wird von Ärger begleitet.
Halten wir uns darum stets gegenwärtig:
"Der Jünger muss sich damit begnügen,
dass es ihm geht wie seinem Meister,
und der Sklave, dass es ihm geht
wie seinem Herrn.
Wenn man schon den Herrn des Hauses Beelzebul nennt,
dann erst recht seine Hausgenossen." (Mt 10,25)
Jesus Christus, unser HERR,
war verkannt,
SEINE Liebe abgewiesen worden.
Und wir jammern, dass man verkennt,
worauf wir zeigen, was wir bezeugen und verkündigen?
*
Nein, sondern:
Wer diesen Trost in seinem Herzen verankert,
der wandert mit lastenbefreiten Schultern weiter:
"Denn mein Joch ist sanft
und meine Last ist leicht." (Mt 11,30)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen