Chalice

Chalice
chalice (hmp)

16.9.25

Weg, Wahrheit, Leben

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater außer durch mich.“ (Joh 14,6)


Jesus Christus - der Weg:
In der Nachfolge, einem Prozess des sich Einübens in das Handeln Jesu, erfahren wir die Liebe des Vaters durch unsere Liebe am Nächsten; indem wir Jesus im Nächsten sehen, zugleich SEIN Handeln als Richtschnur für das eigene Handeln nehmen. Unseren je eigenen Weg gehen, angeleitet, geführt und bestimmt vom Wunsch konkreter Nachfolge.

Jesus Christus - die Wahrheit:
Die Lektüre der heiligen Schrift, das wache Hören des vom Ambo verkündigten Wortes, die Lectio Divina machen uns mit der Offenbarung vertraut: so wirkt das Wort, der Logos, Wahrheit in uns, wird Wahrheit für unser Leben.

Jesus Christus - das Leben:
Die Sakramente, Taufe, Kommunion, Vergebung... : sie schenken uns das ewige Leben.

Diese drei greifen ineinander, sind unzertrennlich. Nur die Schrift zu studieren, Nachfolge und Sakramente außer Acht lassen geht mit Kälte einher; getauft sein, zur Kommunion gehen, aber das Wort als Wahrheit und Weisung für das eigene Handeln nicht annehmen birgt die Gefahr des sich selbst Erhöhens, des Hochmuts; solidarisch handeln, altruistisch sein, aber weder Jesus Christus noch SEIN Erlösungsopfer anerkennen führt einst in die Trostlosigkeit und Isolation des auf sich selbst zurückgeworfenen Menschen.

Es bedarf aller drei; losgelöst, auch nur von einem der beiden anderen, bleibt der Weg zum Vater verhindert.


Und ist nicht diese Dreiheit wiederum ein Hinweis auf die eine göttliche
Heilige Dreifaltigkeit?

Der Vater offenbart sich in den Sakramenten und durch sie, ER ist das Leben.
Das Wort, die Wahrheit, wird verständlich durch die Eingebungen des Heiligen Geistes.
Der Weg stellt unser tägliches Unterwegssein dar, als Menschen unter Menschen - Ausdruck der wahren Menschlichkeit Jesu.

Wiederum ist das Wort, der fleischgewordene Logos, der Sohn.
Der Weg wird gottdurchwirkt, sobald vom Heiligen Geist inspiriert.

Noch einmal anders: das Wort gibt Kunde vom Vater, macht IHN damit erkennbar.
Die Sakramente können nur demjenigen Heil bringen, der kraft des Heiligen Geistes an sie glaubt.

Und schließlich, aber ebenso gültig: Der Sohn ist der Leib, den wir in der heiligen Kommunion empfangen. Der Vater schuf uns, so dass wir in unserem leiblichen Körper im Leben unterwegs sein können.

„Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben;
niemand kommt zum Vater außer durch mich.“

Diese drei - Weg, Wahrheit und Leben - sind eins: das Tor zum Vater.


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