Wie gut, dass uns das Fasten eingegeben wurde!
Das Entsagen von körperlicher Sättigung
übt ein in den heilsamen Zustand einer allzeit hungernden Seele.
Die gesättigte Seele ist unlebendig.
Gesättigte können nur speien,
niemals empfangen.
Alles Wortgewaltige,
fortlaufend Übersprudelnde
bezeugt fehlende Armut,
Unfähigkeit, Neues aufzunehmen.
Wer alles weiß,
dem kann nichts Unbekanntes begegnen;
wiewohl er alles 'hat', bleibt er arm und bedürftig.
*
Reich hingegen ist ein immerfort hungernd-dürstender Mensch:
"Es dürstet nach dir meine Seele.
Nach dir schmachtet mein Fleisch
wie dürres, lechzendes Land ohne Wasser." (Ps 63,2)
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