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wir fragen, also leben wir
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Die Einzigartigkeit der Person
erblickt man eindringlich
im Geschehen des Vergebens:
machte sich ein Mensch mir gegenüber
schuldig, dann darf ich -
mit GOTTES Hilfe,
geführt vom Heiligen Geist -
diesem Menschen,
meinem Bruder / meiner Schwester,
vergeben.
Nicht die Schuld vergebe ich,
sondern dem Menschen, der sie beging.
Das aber bedeutet,
dass ich bereit sein muss
ihn zu sehen und wieder anzunehmen.
HERR, hilf mir, dass ich vergebensbereit werde und bleibe!
Wenn ich auch nichts sehe,
lasse ich dennoch
meinen Blick auf den Himmel gerichtet;
und auf DICH.
Wenn ich auch nichts höre,
ich bleibe dennoch
lauschend,
DEIN Wort erinnernd in mir tragend.
Wenn auch das Gefühl
DEINER Nähe
schwindet,
womöglich fehlt...
bleibe ich dennoch treu.
Denn DU, HERR, bist es auch.
Was ist die Funktion eines Zeichens?
Das Zeichen weist auf etwas hin,
zeigt es an, zeigt auf.
Das so Bezeichnete
wird vom Zeichen
indessen nicht bewirkt.
Das Zeichen erschöpft sich mit seiner Funktion.
*
Das Sakrament ist ein Zeichen GOTTES.
Als solches bewirkt es gleichzeitig,
was es bezeichnet (s. KKK, 1985, Bonn).
*
Als Menschen sind wir
Zeichen für GOTT,
da ER uns nach SEINEM Bilde schuf (vgl. Gen 1,26).
Unsere Funktion ist es,
durch unser Handeln auf GOTT zu verweisen;
SEINE Barmherzigkeit und Liebe
auszudrücken.
Nicht wir bewirken die Liebe,
die Liebe wirkt in uns.
*
Leider missverstehen wir meistens
unsere Funktion als Zeichen;
halten uns selbst für Sakrament.
Wir sind Viel-, sogar Überbeschäftigte! Doch Beschäftigung ist trennend; Beschäftigtsein unterminiert das Handeln; Tätigkeit lähmt die Tat.
Das Ergebnis Ersterer ist das Ding - so unkonkret wie - oftmals - überflüssig. Letztere wiederum resultiert in der Tat-Sache - somit in Wirklichkeit und Wirkmächtigkeit.
HERR Heiliger Geist, verwandele uns;
öffne unsere Herzen und Sinne dafür,
dass wir erkennen,
dass Glauben bewusstes Handeln verlangt;
amen.
HERR, DU schenkst mir
das Wollen -
so dass ich bejahend beschließen kann:
So, gerade so möchte ich handeln.
*
DU, HERR, schenkst mir
Gewissen -
so dass ich mich abwenden kann:
Solches, eben solches tu ich nicht!
Wenn ich Dich vergesse,
meinen Bruder, meine Schwester,
töte ich,
was uns verband.
Wenn ich DICH vergesse,
HERR und GOTT,
töte ich,
was uns verbindet.